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  1. Aufgrund des großen Erfolges der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft (DSIM) gehen wir auch mit der sehr beliebten Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) in einer Onlinevariante an den Start. Das neue Turnierformat nennt sich Deutsche Internet-Schach-Amateurmeisterschaft (DISAM) und es wird komplett auf dem Server playchess.com von unserem Partner ChessBase gespielt. Die DISAM richtet sich an alle Schachspieler mit DWZ bis maximal 2300. Diese können am 14., 15.und am 16. April 2020 ein jeweils neunrundiges Turnier mitspielen. Die Teilnehmer werden dabei auf drei Wertungsgruppen aufgeteilt, von denen sich jeweils 25 Prozent je Gruppe für das Finale am 18. April 2020 qualifizieren. Die besten Spieler dieser und drei weiterer Wertungsgruppen erhalten wertvolle Sachpreise von ChessBase. Im Finale winken attraktive Gutscheine und ein Onlinetraining mit unseren Bundestrainern. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings nur offen für Mitglieder in einem dem Deutschen Schachbund angeschlossenen Schachverein.

  2. Wir haben uns in Anbetracht der aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dazu entschieden, den für Anfang Mai 2020 geplanten Meisterschaftsgipfel und den für den 9.Mai 2020 vorgesehenen außerordentlichen Kongress abzusagen. Der Meisterschaftsgipfel ist jetzt für den 13.-23.August 2020 geplant, der Ort ist wiederum das Maritim-Hotel in Magdeburg. Der außerordentliche Kongress soll am 22.August 2020 ebenda stattfinden. Eine entsprechende Einigung mit dem Hotel wurde erzielt. Ob das öffentliche Leben bis dahin wieder in einem Ausmaß stattfindet, das uns die Durchführung dieser beiden Veranstaltungen erlaubt, können wir heute noch nicht mit Sicherheit sagen.

    Die DSB-Webseite zum Meisterschaftsgipfel wird in den nächsten Tagen entsprechend aktualisiert.

    Ullrich Krause
    Präsident des Deutschen Schachbundes

  3. Die VSG 1880 Offenbach hat zeitgleich mit den Schulschließungen in Hessen ihr nahezu komplettes Vereinsangebot auf Online-Lösungen umgestellt. So trainieren die drei Kinder- und Jugendgruppen derzeit per Skype miteinander und der freitägliche Spieleabend des Vereins wurde auf lichess verlagert, mit durchaus guten Besucherzahlen. Herzstück sind aber die Online-Turniere, an denen insbesondere die Kinder und Jugendlichen zahlreich teilnehmen.

  4. Die Corona-Krise ist im Moment das beherrschende Thema überall – natürlich auch im Schach. Der Spielbetrieb ist zum Erliegen gekommen, Turniere und Veranstaltungen sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Viele Schachvereine haben daher ihre Aktivitäten ins Internet verlagert und dabei tolle Lösungen gefunden, das Vereinsleben im virtuellen Raum aufrecht zu erhalten. Seit einiger Zeit bieten wir mit unserer Aktion „Schach dem Virus“ eine Plattform, auf welcher unsere Vereine und Verbände auf ihre Turniere, Trainings und sonstigen Angebote hinweisen können.

    Im Rahmen dieser Aktion wollen wir nun in dieser schwierigen Zeit Vereine mit vorbildlichem Online-Angebot unterstützen: Wir suchen daher die zehn besten Veranstaltungen, die wir dann auf unserer Seite vorstellen, um anderen Vereinen eine Blaupause für eigene Aktionen zu liefern.

  5. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Commerzbank prämieren mit dem Preis „Das Grüne Band“ jedes Jahr insgesamt 50 Vereine, die bei der Förderung des Nachwuchsleistungssports vorbildliche Arbeit leisten. Den Gewinnern winken 5000 Euro, der letzte ausgezeichnete Schachverein war der Hamburger SK im Jahr 2017.

  6. "Komplett unerwartet" kam für Ilja Schneider der Gewinn der Zwischenrunde der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft, wie er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte. Und verglich Online- und Nahschach mit Hoch- und Weitsprung, auf seinen 50. Rang in der nationalen Wertungsliste angesprochen. Noch viel krasser könnte der 13-jährige Berliner Jonas Eilenberg sein Ergebnis bewerten. Ein halber Punkt mehr und er hätte in den Stichkampf um einen der vier letzten Finalplätze gehen können! Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler war begeistert, ob der Leistungen von Jonas, der vor sechs Jahren bei den Schachpinguinen Berlin unter Trainer GM Michael Richter professionell begann, sein Schachwissen zu vervollkommnen. "Jonas hat mehrere Vorrunden ganz erfolgreich gespielt. Im „Konzert der Großen“ lieferte er mit Platz 14 in der Zwischenrunde eine tolle Leistung ab! Glückwunsch!"

  7. Liebe Vereinsvertreterin, lieber Vereinsvertreter,

    die Krise um das Coronavirus trifft unsere gesamte Gesellschaft und die Auswirkungen sind immens. Auch unser geliebter Sport ist komplett zum Erliegen gekommen. Alle Ligen haben ihren Spielbetrieb mindestens ausgesetzt, wenn nicht sogar die laufende Saison bereits für beendet erklärt. Vor diesem Hintergrund sehen sich etliche Vereine mit der vielleicht größten Herausforderung ihres Bestehens konfrontiert. Ausbleibende Spiele bedeuten fehlende Ticketeinnahmen, ausfallende Sponsoring-Fläche und keinerlei Catering-Erlöse.

  8. Er ist einer der Besten in Deutschland in den schnellen Schachdisziplinen. Gestern bei der Zwischenrunde der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft bewies Ilja Schneider, der 2015 und 2018 Deutscher Blitzschach-Einzelmeister war, das mit ihm auch beim schnellen Onlineschach zu rechnen ist. Nach 13 Runden mit 185 Teilnehmern hatte er die beste Zweitwertung von vier Spielern mit 10 Punkten - bis auf ihn selbst allesamt Großmeister. Insgesamt ließ er davon sogar 14 hinter sich!

    Mit dem 35-jährigen Hannoveraner als Turniersieger hatte wohl kaum einer gerechnet. Er spielte nur eine Vorrunde mit und landete im zweiten Turnier mit 6 aus 9 auf einem enttäuschenden 27. Platz. Dabei hatte er mit 5 aus 5 einen perfekten Start hingelegt. Genauso perfekt begann die Zwischenrunde, hier mit 6 aus 6. Im Gegensatz zur Vorrunde ließ seine Konzentration aber nicht nach und nur noch GM Matthias Blübaum konnte ihn bezwingen. Eine phantastische Leistung von Ilja Schneider, der damit zurecht im Finale steht!

  9. Heute wird ein bedeutender deutscher Schachmeister 85 Jahre alt, der in den 1960er und 1970er Jahren zu den dreißig besten Schachspielern der Welt zählte. Wolfgang Uhlmann erlernte im Alter von 9 Jahren das Schachspiel. 1954 gewann der damals 19-Jährige die DDR-Meisterschaft, dem bis 1986 noch zehn weitere Titel folgten. Ein Jahr später wurde er zum neugegründeten SC Einheit Dresden delegiert - wie es damals hieß. Die besten Schachsportler der DDR wurden damals auf vier Sportklubs in Dresden, Halle, Leipzig und Berlin aufgeteilt und genossen eine bevorzugte Förderung. Uhlmann wurde schnell zum besten Schachspieler in der DDR und weltweit als Experte der Französischen Eröffnung bekannt.

    Das nebenstehende Foto entstand 1970 beim IBM-Turnier in Amsterdam, wo er hinter den gemeinsamen Ersten Lew Polugajewski und dem amtierenden Weltmeister Boris Spasski sehr guter Dritter wurde.

  10. Die Vorrunde der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft ist beendet und zog zahlreiche Amateurspieler und internationale Titelträger an. Wir haben die Stimmen von drei prominenten Schachmeistern gesammelt und einen Amateurspieler aus der Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes befragt.

  11. Auch in diesem Jahr organisierte der DSB gemeinsam mit DSJ und Landesverbänden eine bundesweite Talentsichtungsmaßnahme (TASI) im sachsen-anhaltinischen Arendsee. Die Leitung vor Ort oblag Michael Zeuner. Ich bin kein Experte in Sachen Risikomanagement in Zeiten des Virus. Aber der Norden von Sachsen-Anhalt ist kein Risikogebiet und die Veranstaltung konnte am Mittwoch mit der Duldung der Kreisamtsärztin Altmarkkreis planmäßig beginnen.

  12. Nach 17 Tagen sind die vier Vorrundenturniere der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft 2020 am 23. März beendet worden. Von Turnier zu Turnier wuchs die Teilnehmerzahl und die Mitarbeiter vom Deutschen Schachbund und von ChessBase investierten viel Zeit in die Vorbereitung und Auswertung der Turniere. Doch nicht nur die Teilnehmerzahlen wuchsen - insgesamt 1135(!) - auch die Qualität der Spieler stieg. So konnte das erste Turnier am 7. März noch ein Internationaler Meister gewinnen. Roven Vogel ließ dabei zwei Großmeister hinter sich. Die folgenden Turniere blieben dagegen fest in Großmeisterhand, auch weil deren Anzahl mit 8, 10 und 11 jetzt deutlich höher war. Georg Meier, Dmitrij Kollars und Matthias Blübaum siegten. Roven Vogel bewies aber mit seinen weiteren Plazierungen, das mit ihm in jedem Onlineturnier zu rechnen ist.

  13. Mit dem vierten Vorrundenturnier gestern Abend ist die erste Phase der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft beendet. Mit 349 Teilnehmern knackte die letzte Vorrunde noch einmal die Rekordzahl vom dritten Turnier zwei Tage vorher. Sieger wurde nach 9 Runden GM Matthias Blübaum mit herausragenden 8½ Punkten. So ein gutes Ergebnis hatte zuvor kein anderer Spieler erreicht. Blübaum verwies IM Christian Braun mit 8 Punkten auf den zweiten Platz.GM Rasmus Svane, IM Roven Vogel (Sieger im 1. Turnier), GM Georg Meier (Sieger im 2. Turnier), IM Patrick Zelbel, GM Daniel Hausrath und FM Robert Perhinig erreichten 7½ Punkte.

    Über 1.100 Spieler nahmen an den vier Vorrunden teil und kämpften um die Qualifikation für die Zwischenrunde am 28. März und schöne Sachpreise. Die Internetmeisterschaft erweist sich als sehr attraktiv für die zahlreichen Amateurspieler, weil sie die Chance bekamen, auch einmal gegen namhafte GroßmeisterInnen und andere internationale TitelträgerInnen anzutreten.

  14. Als Spielerin und Mannschaftsführerin der 2. deutschen Frauenmannschaft im Wettbewerb 50+ möchte ich einige Eindrücke von der Senioren-Mannschafts-WM 2020 in Prag wiedergeben. Unsere Mannschaft war im Prinzip eine „ursächsische“. Alle Spielerinnen spielen oder spielten einmal in Sachsen in einem Verein. Daher kannten wir uns natürlich auch ganz gut.

  15. Das dritte Vorrundenturnier der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft gestern Abend erlebte aufgrund der Corona-Krise einen richtigen Boom. Über 330 Spieler waren mit dabei. GM Dmitrij Kollars erreichte als einziger Spieler 8 Punkte und entschied das Turnier für sich.

  16. In den letzten Tagen erreichen uns auf diversen Kanälen viele Online-Angebote von Schach-Vereinen und -Verbänden rund um unsere geliebte Sportart. Im Internet finden sich immer mehr Leute zusammen, um Schach auch in Zeiten von Corona weiter zu betreiben, auch wenn der reguläre Spielbetrieb zum Erliegen gekommen ist und die überwiegende Zahl der Schachvereine keinen Spielabend und keine Trainingsmöglichkeiten mehr anbietet. Diese Angebote werden auf Facebook, Instagram und Twitter beworben, aber es fehlt an einer zentralen Übersicht über alle Online-Turniere und Online-Trainingsmöglichkeiten. Wir möchten deshalb an dieser Stelle allen Vereinen und Verbänden die Möglichkeit geben, für ihre Veranstaltungen zu werben.