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  1. Das Präsidium des Deutschen Schachbundes und Bundestrainer Dorian Rogozenco haben sich in beiderseitigem Einvernehmen dazu entschlossen, künftig getrennte Wege zu gehen. Rogozenco hatte im Januar 2014 die Nachfolge von Uwe Bönsch angetreten und die Nationalmannschaft anschließend bei drei Schacholympiaden sowie Europameisterschaften betreut.

    „Wir danken Dorian Rogozenco für die gute Zusammenarbeit in den letzten sieben Jahren und wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft“, so DSB-Präsident Ullrich Krause. Rogozenco zieht ein positives Fazit aus seiner Zeit beim DSB: „Die Arbeit als Bundestrainer hat mich mit Stolz erfüllt und mir die Gelegenheit gegeben, mit den besten Schachspielerinnen und -spielern Deutschlands zu arbeiten. Auch wenn es am Ende zu manchen Konflikten kam, wünsche ich allen nur das Beste für ihre weitere schachliche Entwicklung.“

    Das DSB-Präsidium hat die Kaderspielerinnen und -spieler zu einer Videokonferenz am kommenden Wochenende eingeladen, um über die zukünftige Ausrichtung des Bereiches Leistungssports zu sprechen.

  2. Ab dem heutigen Montag ist die Registrierung für die neue Saison der Deutschen Schach-Online-Liga (DSOL) möglich. Bis zum 6. Januar 2021 können Vereine ihre Teams für den Wettkampf gegen Mannschaften aus ganz Deutschland melden. In der ersten Saison im Sommer wurden über 240 Mannschaften gemeldet, die in acht Ligen in mehreren Staffeln um Punkte kämpften. Die DSOL bereicherte damit den heruntergefahrenen oder unterbrochenen Offline-Spielbetrieb um eine Online-Alternative, die bei den Vereinen auf eine riesige Resonanz stieß. In der zweiten Saison wird mit noch mehr Teilnehmern gerechnet.

  3. Auf dem außerordentlichen Kongress in Magdeburg am 22./23. August 2020 wurde beschlossen, dass es eine Neu-Entwicklung von DeWIS und MIVIS geben soll. Das Präsidium wurde beauftragt, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen, die die genauen Anforderungen an eine solche Neu-Entwicklung festlegen soll.

  4. Der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten- Schachbund (DBSB) führte während der Corona-Pandemie 2020 zwei Telefonturniere durch. Die Turniere waren für alle Blinden und Sehbehinderten offen. Eine Mitgliedschaft im DBSB war dafür nicht erforderlich.

    Es fanden zwei Rundenturniere statt. Jeder spielte gegen jeden. Bei punktgleichen Spielern entschied als zweite Wertung die Sonneborn-Berger-Wertung. Sie wird auch die SB-Zahl genannt. Der Spieler mit der höheren SB-Zahl erhält den besseren Tabellenplatz. Die Sonneborn-Berger-Zahl bzw. SB-Zahl eines Spielers ist die Summe der vollen Punktzahl der Gegner, gegen die er gewonnen hat, und der halben Punktzahl der Gegner, gegen die er unentschieden gespielt hat. Die Sonneborn-Berger-Wertung wurde für Rundenturniere der Form „Jeder gegen jeden“ entwickelt.

  5. Im April mussten die beiden Qualifikationsturniere der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) in Darmstadt und Fürth Corona-bedingt abgesagt werden. Die Saison 2019/2020 wurde daraufhin ins nächste Jahr verlängert, die Turniere sollten im Dezember und Januar in Düsseldorf und Potsdam nachgeholt werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde nun die erneute Absage beschlossen – für beide sollen aber nach Möglichkeit Ausweichtermine im Frühjahr gefunden werden.

  6. Am kommenden Freitag, dem 20. November beginnt die fast zwei Wochen dauernde Online-Olympiade für Menschen mit Behinderung der FIDE. Jedes Land kann mehrere Mannschaften stellen, welche sich jeweils aus vier Stamm- und bis zu vier Ersatzspielern zusammensetzen. Bei den vier je Wettkampf eingesetzten Spielern muss eine Frau dabei sein. Insgesamt 61 Mannschaften aus 45 Ländern haben sich für das neue Format angemeldet, auch Deutschland geht mit einem Team an den Start. Kapitän ist IM Bernd Vökler: "Der Deutsche Schachbund ist mit einer Mannschaft vertreten. Für mich etwas überraschend rangieren wir sogar auf Platz 2 der Setzliste." Nur Polen ist an den ersten vier Brettern noch vierzig Elo-Punkte stärker.

  7. Auch zu Covid-19-Zeiten steht die Ausbildung nicht still. So fanden einige Lehrgänge im Sommer statt und es gab auch mehrere Online-Treffen der Schiedsrichterkommission, sowie ein Treffen mit den Ausbildern der Landesverbände.

  8. Bundesturnierdirektor Gregor Johann setzt seit seinem Amtsantritt am 1. Juni 2019 die "Informationen der Spielleitung" seines langjährigen Vorgängers Ralph Alt fort. In der aktuellen Ausgabe 14 geht es um die Deutsche Schach-Online-Liga, die Terminplanung 2021/22, die DPMM 2020, die Gerichtsentscheidung im Klageverfahren des SC Siegburg gegen den DSB, das geplante Wolfgang-Uhlmann-Gedenkturnier, die Videokonferenz der Bundespielkommission und die Sitzung der Bundesspielkommission Anfang 2021.

    In unserer Meldung können Sie alle diese Informationen nachlesen. Die Spielleiter-Informationen stehen auch als PDF zum Download auf der Spielbetriebsseite zur Verfügung.

  9. Auf dem außerordentlichen Kongress in Magdeburg am 22./23.August 2020 wurde beschlossen, dass eine Beitragsordnung für den DSB eingeführt werden soll. Das Präsidium wurde beauftragt, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen, die die genauen Anforderungen an eine solche Ordnung festlegen soll.

  10. Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Nach den sehr guten Erfahrungen mit der ersten Saison der Deutschen Schach-Online-Liga (DSOL) im Sommer steht nun die Wiederauflage kurz bevor. Im Januar wird das vom Deutschen Schachbund gemeinsam mit ChessBase umgesetzte Projekt fortgesetzt. "Die andauernde Corona-Pandemie hemmt weiterhin den Spielbetrieb in den deutschen Schachligen und es ist regional unterschiedlich nur ein begrenztes Angebot für Mannschaftskämpfe verfügbar. Ein Großteil der Online-Spielmöglichkeiten richtet sich an Einzelpersonen und wird mit Blitzbedenkzeit gespielt. Viele Schachfreundinnen und Schachfreunde haben daher gerne das Angebot der DSOL angenommen und sich für eine Fortsetzung ausgesprochen.", schreibt das DSOL-Team um den DSB-Internetschachbeauftragten Frank Jäger in der Ausschreibung. Viele Schachfreunde freuten sich, wieder gemeinsam an einem Vereinswettbewerb teilnehmen zu können.

  11. Der Weltschachverband FIDE startet Ende November online einen alternativen Wettbewerb für die im September und im Oktober ausgefallenen Jugend- bzw. Kadetten-Weltmeisterschaften. Die „FIDE Online World Cadets & Youth (Under 10-18) Rapid Chess Championships“ setzen sich zusammen aus den Vorrunden in den vier FIDE-Kontinentalzonen im Schweizer System und einem Finalturnier im K.-o.-Modus. Gespielt wird auf der offiziellen Online-Plattform „Tornelo“ des Europäischen Schachverbandes ECU.

  12. Am 1. Oktober 2020 hat der DSB-Referent für Leistungssport Andreas Jagodzinsky angekündigt, dass er nach dem Hauptausschuss am 12. Dezember 2020 von seinem Posten zurücktreten wird. Als Grund hat er unter anderem einige Vorgänge in seinem Bereich genannt, die seiner Meinung nach nicht entsprechend unserer Ordnungen abgelaufen seien. Er hat deshalb einen Antrag an den Hauptausschuss gestellt, seinen eigenen Etat einer Sonderprüfung zu unterziehen. Das DSB-Präsidium hat das auf seiner Telefonkonferenz am 3. Oktober zum Anlass genommen, von sich aus eine sofortige Prüfung des Bereiches Leistungssport durch die beiden Kassenprüfer in die Wege zu leiten und die Fachaufsicht über die beiden Bundestrainer an den Sportdirektor Marcus Fenner zu übertragen. Wir haben Andreas Jagodzinsky außerdem darum gebeten, die von ihm kritisierten Vorgänge noch einmal konkret und vollumfänglich zu benennen, was er am 11. Oktober 2020 auch getan hat.

  13. Mit einem beeindruckendem Ergebnis von 6½ aus 8 gewann Alexander Donchenko gestern nach neun Turniertagen das Tegernsee-Masters in Bad Wiessee. Das mit den vier deutschen Spitzenspielern besetzte Rundenturnier wurde von Turnierdirektor Sebastian Siebrecht innerhalb von wenigen Tagen auf die Beine gestellt, nachdem die Offene Internationale Bayerische Meisterschaft (OIBM) aufgrund der Hygieneauflagen durch die Corona-Pandemie abgesagt werden mußte. Hinter dem grandios aufspielenden Donchenko belegten Matthias Blübaum und Liviu Dieter Nisipeanu mit je 5 Punkten die Plätze zwei und drei.

    Der ursprünglich Vierte im Quartett der deutschen Spitze, Vincent Keymer, mußte sich aufgrund einer Anweisung der Gesundheitsbehörde seines für seine Schule zuständigen Landkreises Mainz-Bingen in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Einer seiner Mitschüler hatte sich mit dem SARS-Cov-2-Virus angesteckt. Der 15-Jährige mußte schweren Herzens nach seinem Auftaktsieg in der 1. Runde aus Bayern abreisen, stand aber Klaus Bischoff als Co-Kommentator auf dem Onlineportal Twitch zur Verfügung.

  14. Die Partnerstädte Krasnogorsk und Höchstadt organisieren aktuell zusammen das 3. russisch-deutsche Schachturnier „Goldener Turm“ als Online-Event mit einem Mannschaftsturnier und einem Einzelturnier mit über 150 Teilnehmern aus Russland und Deutschland vom Jugendlichen bis zum Senior. Ein Kulturprogramm rahmt die Veranstaltung ein.

    Die Sportveranstaltung wird in diesem Jahr zum ersten Mal ins Internet übertragen – am 31. Oktober fand die Eröffnung dazu passend über die Videokonferenz-Plattform Zoom statt. Und zum ersten Mal ist auch der Schachclub Höchstadt einer der Organisatoren. Der 2. Vorsitzende Elias Pfann ist für das Einzel-Schnellschachturnier am 8. November zuständig. Der Schachclub wurde 1962 gegründet und ist zurzeit der zweitgrößte im Schachbezirk Oberfranken in Bayern. Der zweite Organisator des Turniers ist dagegen sehr jung: Im Kinderschachklub Garde aus Krasnogorsk wird besonderer Wert auf die frühe Entwicklung von Kindern im Vorschulalter gelegt. Die jüngsten Schachspieler sind 4 bis 5 Jahre alt. Die Leiterin des SC Garde Anastasia Anikina ist Direktorin des Events und organisiert das Mannschaftsturnier am 14. und 15. November.

  15. Auf dem außerordentlichen Kongress in Magdeburg am 22./23. August 2020 wurde beschlossen, dass es eine Neu-Entwicklung von DeWIS und MIVIS geben soll. Das Präsidium wurde beauftragt, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen, die die genauen Anforderungen an eine solche Neu-Entwicklung festlegen soll.