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  1. Die Anziehungskraft der zentralen Runden der Bundesliga in Berlin und die gleichzeitig stattfindende Bundesvereinskonferenz boten das entsprechende Ambiente im wunderschönen Maritim-Hotel um die Siegerehrung für den Lasker-Tag des Schachs vorzunehmen. Vor einem zahlreich erschienenen Publikum, in der Mehrzahl Teilnehmer der Konferenz, stellte der DSB-Vizepräsident für Verbandsentwicklung Walter Rädler im Beisein des DSB-Präsidenten Ullrich Krause und des DSB-Beauftragten für Schachgeschichte und Schachkultur Dr. Michael Negele die Preisträger vor.

  2. Mit einer hochklassig besetzten Delegation ist der Deutsche Schachbund in Skopje bei der Einzel-Europameisterschaft 2019 vertreten. Bundestrainer Dorian Rogozenco, der bereits am Spielort ist, ist mit nahezu dem gesamten Nationalkader in der nordmazedonischen Hauptstadt. Nur Georg Meier läßt als einziger Spieler aus dem A- und B-Kader die Kontinentalwettkämpfe aus.

    Die Nummer eins im deutschen Aufgebot ist Liviu Dieter Nisipeanu, der im Gesamtklassement mit Elo 2670 auf Platz 14 rangiert. Der 42-Jährige konnte sich 2005 in Warschau die europäische Krone aufsetzen. Damals spielte er noch für Rumänien.

  3. Am kommenden Wochenende, dem 16. und 17. März 2019, wird in vier Orten die Zwischenrunde der Deutschen Pokal-Mannschaftsmeisterschaft 2018/19 ausgetragen. Gastgeber der jeweils aus vier Vereinen bestehenden Gruppen sind der Schachclub Oranienburg, die OSG Baden-Baden, die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen und der Schachklub Kirchweyhe.

  4. Seit Donnerstag, dem 28. Februar 2019 bereichern die Protokollbücher des Harzer Schachbundes die Saale-Schachbund-Ausstellung im Schachmuseum Löberitz und sind damit jedermann zugänglich. 1882 als eigenständiger Bund gegründet, trat der Harzer Schachbund 1921 in Dessau bei der 31. Bundesversammlung dem Saale-Schachbund bei und wurde dort ein eigenständiger Unterverband. Nach der Umbenennung in Gaue wurde er dann am 7. Oktober 1928 beim 38. Bundeskongress des Saale-Schachbundes in Nordhausen zum Harzgau. Die beiden Bücher befanden sich schon lange Zeit im Besitz des Ascherslebener Günter Thormann.

  5. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Delegierten der Landesschachjugenden zur Jugendversammlung 2019 der Deutschen Schachjugend (DSJ) in Potsdam-Golm. Bei der Wahl des Vorstandes der DSJ mussten einige Posten neu besetzt werden, da sich Finanzreferent Daniel Häckler, der Nationale Spielleiter Falco Nogatz und Jugendsprecher Carl Haberkamp nicht mehr zur Wahl stellten. Für sie wurden Rafael Müdder (FR), Kristin Wodzinski (NSpL), Lennart Quante (NSpL) und Emmilie König (JSpr) in den Vorstand gewählt. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung in der Spielleitung beschloss die Jugendversammlung hier die Erweiterung des Vorstandes um einen zusätzlichen Nationalen Spielleiterposten. Nach dem Rücktritt von Julia Mätzkow wurde Cecilia Lange als zweite Bundesjugendsprecherin gewählt. Als Vorsitzenden bestätigte die Versammlung Malte Ibs, der vor vier Jahren das Amt übernahm. Neben den Wahlen beschlossen die Delegierten ein Leitbild Schulschach und die „Konzeption zur Prävention und Bekämpfung von Sexualisierter Gewalt und Missbrauch an Kindern und Jugendlichen im Schachsport.“

    Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier auf der Homepage der Deutschen Schachjugend.

  6. Im letzten Jahr feierte die Schachwelt den 150. Geburtstag von Emanuel Lasker (1868-1941) mit Veranstaltungen über alle zwölf Monate und alle Bundesländer verteilt. Das Jahr 2018 wurde zum Lasker-Jahr ernannt und der Deutsche Schachbund und die Emanuel Lasker Gesellschaft kooperierten bei ihren Aktivitäten zur Würdigung des einzigen deutschen Schachweltmeisters. Laskers Bedeutung für die Entwicklung des Schachspiels in Deutschland war unermeßlich.
    Doch es gab noch einen zweiten herausragenden deutschen Schachmeister der Weltklasse, der fünfzig Jahre vor Emanuel Lasker geboren wurde und im 19. Jahrhundert eine so riesige Bedeutung erlangte, dass ihm zu Ehren 1877 sogar ein großes mehrtägiges Fest in Leipzig veranstaltet wurde. Und es kamen so viele Schachfreunde aus ganz Deutschland in die sächsische Stadt, dass sogar die Gründung eines lange geplanten Allgemeinen Deutschen Schachbundes vollzogen werden konnte. Der Mann, dem damals gehuldigt wurde und der Gründungsmitglied des Bundes war, heißt Adolf Anderssen. Er starb nicht einmal zwei Jahre nach der Gründung - heute vor 140 Jahren, im Alter von nur 60 Jahren.

  7. Am kommenden Sonntag, den 17. März, findet bereits zum 19. Mal eine Deutsche Familienmeisterschaft statt. Hierbei spielen Zweiermannschaften gegeneinander, deren Spieler miteinander verwandt sein müssen. Diese Idee wurde einst 1984 von Manfred Kalmutzki in Dresden geboren und 2001 vom Deutschen Schachbund übernommen. Als erste Deutsche Familienmeister trugen sich das Ehepaar Anet und Thomas Gempe (Dreiskau) in die Siegerliste ein. Damals nahmen sage und schreibe 76 Mannschaften teil. Für das Turnier in Berlin, wo bis zum 8. März 38 Mannschaften gemeldet waren, ist da noch jede Menge Luft nach oben. Der Präsident des Berliner Schachverbandes, Carsten Schmidt, wünscht sich eine noch regere Beteiligung von Spielern aus ganz Deutschland. Im Moment sind die Berliner Familien nämlich noch in der Überzahl. Bis Sonntag kann sich das aber noch ändern. Anmeldungen sind kurzfristig möglich und erwünscht.

  8. Am 9. März fand in Hamburg beim SK Marmstorf die 41. Norddeutsche Blitzschach-Einzelmeisterschaft statt. Der als Blitzschachexperte bekannte FM Jonah Krause (FC St. Pauli) konnte nach Platz zwei im letzten Jahr, diesmal den Titel erringen. Er lieferte sich dabei mit dem amtierenden Deutschen Meister im Blitzschach, IM Ilja Schneider (Sfr. Berlin), ein spannendes Duell. Schneider hatte am Ende einen halben Punkt weniger. Platz drei ging an IM Steve Berger (König Tegel).

  9. Wie schon im Vorjahr kann sich der Deutsche Schachbund über wachsende Mitgliederzahlen freuen. 281 Mitglieder mehr können für das letzte Jahr verbucht werden, damit liegt die Gesamtzahl nun bei über 90.000 – das entspricht einem Zuwachs von rund 0,3 Prozent. Besonders bei den unter-18-jährigen entscheiden sich immer mehr Leute für eine Mitgliedschaft in einem Schachverein: Hier liegt die Zuwachsrate bei 1,75 Prozent, bei den Mitgliedern bis 9 Jahren sogar bei über 2,8 Prozent!

  10. Die deutsche Frauennationalmannschaft hat einen neuen Kapitän. Der 40-jährige Großmeister Alexander Naumann wird 2019 und hoffentlich auch darüber hinaus die Verantwortung für die Frauennationalmannschaft übernehmen.

  11. Am ersten März-Wochenende fand in Berlin im Rahmen der Zentralen Runde der Schach-Bundesligen die dritte Bundesvereinskonferenz von DSB und DSJ statt. In den verschiedenen Workshops und Diskussionen konnten sich die rund 70 Teilnehmer zur Vereinsarbeit austauschen und wertvolle Tipps zu unter anderem Sponsoring, Mitgliedergewinnung, Turnierorganisation und Datenschutz mit nach Hause nehmen.

  12. Vom 15. bis 17. März findet in Bad Homburg die Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte statt. Veranstalter der inzwischen schon 27. Meisterschaft sind das "Deutsche Ärzteblatt" und der Deutsche Schachbund. Noch bis zum 11. März können sich approbierte Mediziner für das Turnier beim Deutschen Schachbund unter anmelden.

  13. Bereits über 35.400 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Bürgermeisterin Elfi-Scho-Antwerpes hat die Schirmherrschaft übernommen und wird zusammen mit Centermanagerin Katrin Brangs, sowie der ersten Schulkasse den Eröffnungszug am Montag, den 11. März 2019 um 10.00 Uhr ausführen.

  14. Am 9. und 10. März trägt der SC Viernheim seine Heimkämpfe der 12. und 13. Runde aus. Zusammen mit Reisepartner Hockenheim empfängt der Aufsteiger aus der 2. Bundesliga Süd die Teams aus Dresden und Berlin.

  15. Am vergangenen Wochenende waren alle Augen in Schach-Deutschland auf Berlin gerichtet. Im dritten Jahr in Folge luden die Schachfreunde Berlin zur Zentralen Runde der Schachbundesligen ein und die Weltspitze folgte der Einladung! Etliche Großmeister zeigten ihr Können in der Bundesliga, alleine für die OSG Baden-Baden hätte sich ein Kommen gelohnt: Mit der Nummer zwei der Welt Fabiano Caruana, Ex-Weltmeister Viswanathan Anand, Maxime Vachier-Lagrave (Nr. 7 der Welt), Levon Aronian, Richard Rapport, Arkadij Naiditschund Peter Svidlertrat die Mannschaft in Bestbesetzung an. Aber auch Shakhriyar Mamedyarov (Nr. 5 der Welt), Samuel Shankland, Europameister Ivan Saric, Peter Leko sowie aus Deutschland die Nationalspieler Daniel Fridman und Liviu Dieter Nisipeanu, die Nummer eins der Frauen Elisabeth Pähtz, Nachwuchshoffnung Vincent Keymer sowie der ehemalige und der aktuelle Bundestrainer Uwe Bönsch und Dorian Rogozencogehörten zum hochklassig besetzten Teilnehmerfeld. Rund 1800 Zuschauer kamen ins Maritim Hotel um hautnah dabei sein zu können. Neben der Bundesliga wurde bei der Endrunde der Frauenbundesliga ein neuer Meister ermittelt. Die zahlreichen Veranstaltungen des DSB, das offene Blitzturnier, ein Jugend-Schnellschachturnier, ein Hochschulturnier, die Jugendbundesliga und ein Politikerturnier rundeten das vielfältige Programm ab. Als Zuschauer hatte man daher schnell die Qual der Wahl, welche der hochkarätigen Veranstaltungen man denn nun besuchen sollte. Der 1. Vorsitzende der Schachfreunde Berlin Jörg Schulz äußerte sich begeistert: „Wir wollten ein schachliches Highlight bieten und das ist uns zusammen mit den Bundesligavereinen und den vielen Unterstützern gelungen! Unser Dank geht an UKA an erster Stelle, an Grenke, an d-fine, play magnus, ChessBase und chess24 sowie den DSB und den Berliner Schachverband. Ein großer Dank gebührt auch den vielen Helfern von den SF Berlin!"

  16. Magnus Carlsen in Berlin?! Zuletzt war das bei der Blitz- und Schnellschach-Weltmeisterschaft 2015 der Fall, falls wir nicht einen Besuch inkognito übersehen haben. Hat es den Weltranglistenersten nun endlich wieder in die Hauptstadt gezogen und dann gleich in den Stadtteil Tempelhof zu einem dort beheimateten bekannten Klub? Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich der weltbeste Schachspieler aller Klassen aber nur als weltbester Schachspieler des Geburtsjahrgangs 1939. Mit der Mitteilung auf Platz eins in der Welt zu stehen, wurde Hans-Joachim Hecht am 15. Februar 2019 überrascht, als ihm ein Zuhörer seines Vortrags ein Smartphone mit der Weltrangliste unter die Nase hielt. Wir wollten es auch erst auch nicht glauben, bis wir selbst die Ratingseite der FIDE befragten. Hajo Hecht ist wirklich die Nummer 1 in der Welt!

  17. Im Januar hat das Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen, den Internationalen Frauentag am 8. März, als neuen gesetzlichen Feiertag in der Hauptstadt einzuführen. Davon betroffen ist auch der Deutsche Schachbund, dessen Geschäftsstelle im Olympiapark Berlin ihren Sitz hat. Unsere Büros sind deshalb morgen nicht besetzt. Sie erreichen uns erst wieder am Montag, den 11. März, ab 9 Uhr.