DSB-Feed

  1. Ab Donnerstag steht in Bremen das Finale der Schachbundesliga an: Im Weserstadion treffen sich vom 7. bis 10. Juli die sechzehn Mannschaften der Liga um die letzten fünf Runden der Saison 2022 zu absolvieren, spätestens am Sonntag werden der neue Deutsche Meister und die vier Absteiger feststehen. Im Rahmenprogramm werden unter anderem eine Hochschulmeisterschaft, ein Blitzturnier und ein Benefiz-Simultan für die Ukraine stattfinden. Mit dem Finanzdienstleister GRENKE und dem Beratungsunternehmen d-fine wurden wichtige Geldgeber für diese große Veranstaltung gefunden. GRENKE bekam dafür die Namensrechte der Endrunde. Der DSB wird vor Ort sein, um auf seinen Kanälen live zu berichten. Auf SchachdeutschlandTV werden Ilja Zaragatski und Christian Polster die Partien live aus Bremen kommentieren und Gäste zum Interview empfangen.

  2. Hauptthema der aktuellen Informationen aus dem Spielbetrieb war die Sitzung der Bundesspielkommission mit dem Tagesordnungspunkt "Reform der Deutschen Einzelmeisterschaft (DEM)". Im Mittelpunkt stand die Einholung von Meinungen zu zwei Vorschlägen einer Reform oder die Beibehaltung der jetzigen Durchführungsform. Für den Berliner Vorschlag (German Masters als DEM, bisherige DEM als Kandidatenturnier) gab es die größte Resonanz. Württembergs Vorschlag (kein German Masters, DEM aufwerten) bekam das zweitbeste Meinungsbild. Für die Beibehaltung der aktuellen Austragungsform gab es die wenigsten Zustimmungen. Den reformwilligen Landesverbänden obliegt es nun, beim nächsten DSB-Kongress ihre Vorschläge als ggfs. modifizierte Anträge einzureichen.

  3. Auf Initiative des Vizepräsidenten Verbandsentwicklung Gerhard Prill hat der Deutsche Schachbund beschlossen, einen Mitgliederwettbewerb für das Jahr 2022 auszuschreiben. Damit sollen einerseits Vereine motiviert werden, in diesem Bereich aktiver zu werden, aber auch Vereine mit herausragendem Engagement und Erfolg gewürdigt werden. Teilnehmen können alle im Deutschen Schachbund organisierten Schachvereine.

  4. Mit so einem Ausgang hätte wohl niemand gerechnet. Beim Kandidatenturnier machten nicht Liren Ding oder Alireza Firouzja das Rennen, sondern erneut Ian Nepomniachtchi. Nachdem der Russe im November/Dezember 2021 sang- und klanglos gegen Titelverteidiger Magnus Carlsen den Weltmeisterschaftskampf verloren hatte, glaubte niemand an ein erneutes Duell der beiden. Zumal Carlsen kurz nach den Partien gegen Nepo sagte: "Wenn jemand anderes als Alireza Firouzja das Kandidatenturnier gewinnt, ist es unwahrscheinlich, dass ich bei der nächsten Weltmeisterschaft antreten werde."
    Jemand anderes hat nun gewonnen - und der junge Firouzja spielte überhaupt keine Rolle im Kandidatenturnier. Was macht Carlsen jetzt, fragt sich die Schachwelt.

  5. Vom 1. bis 3. Juli spielten in Hamburg über 300 Schachfreundinnen und Schachfreunde beim dritten Qualifikationsturnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) um einen Platz unter den ersten sieben und damit um einen Startplatz beim Finale im Rahmen des Deutschen Schachgipfels im August in Magdeburg. Als Location diente ein für Schachturniere bisher eher ungewöhnlicher Ort: Im Rcadia, dem größten Gaming-House Europas, stand für drei Tage nicht das "Gaming" im Vordergrund. Stattdessen war alles auf die Bedürfnisse des Schachsports ausgerichtet. In der stärksten Wertungsgruppe bis 2300 Elo/DWZ konnte Boris Dimitrijeski vom SK König Tegel triumphieren.

  6. Bereits über 70.500 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Heilbronn's Oberbürgermeister Harry Mergel hat die Schirmherrschaft übernommen. Frau Karin Schüttler, Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamts wird zusammen mit Centermanagerin Marielena Maltzan und 30 Kindern der 7a der Dammrealschule mit Lehrerin Frau Kuhlmann den Eröffnungszug am Montag, den 4. Juli 2022 um 10.00 Uhr ausführen.

  7. Gestern gingen im italienischen Acqui Terme die Mannschafts-Weltmeisterschaften der Senioren zu Ende. Deutschland startete mit insgesamt vier Auswahlmannschaften. In der Altersklasse 65+ wurden zwei der deutschen Mannschaften von Großmeistern angeführt. Deutschland 1 mit GM Rainer Knaak gelang dabei mit Platz zwei ein sehr gutes Ergebnis hinter den überragenden Engländern, die am ersten Brett mit dem phänomenal aufgelegten GM John Nunn (6½/7) antraten. Deutschland 2 mit GM Jakob Meister erreichte einen sehr guten vierten Platz und schlug in der achten Runde die erste deutsche Mannschaft mit 2½:1½. In der Altersklasse 50+ war es ebenfalls eine Mannschaft aus England, die am Ende triumphieren konnte.

  8. Gernot Gauglitz, Geschäftsführer der UKA-Gruppe und mit seiner Firma langjähriger Unterstützer des Deutschen Schachbundes und seiner Nationalmannschaften, wird heute 60 Jahre alt. Der Deutsche Schachbund gratuliert ihm sehr herzlich zu diesem Jubiläum und wünscht ihm für die Zukunft viel Gesundheit und alles Gute!

  9. Als am 29. September 1958 mit 192 Kindern ein Schulschachturnier in Hamburg durchgeführt wurde, konnte niemand ahnen, welche Ausmaße es in der Zukunft annehmen würde. Vor fünf Jahren wurde mit 4240 Schülern ein bis heute gültiger Rekord aufgestellt. Das Schulschachturnier "Linkes gegen rechtes Alsterufer" ist damit das wahrscheinlich größte Schachturnier der Welt. Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause fand es gestern zum 59. Mal statt, mehr als 2000 Kinder kamen dazu auf dem Rathausmarkt zusammen. "Hohen Besuch" gab es von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher und dem Gewinner des German Masters 2021 Luis Engel.

  10. Es ist viel in Bewegung im deutschen Frauenschach: Die Nationalmannschaft hat einen eigenen Weltklassetrainer bekommen, mit dem Powergirls-Programm werden die besten Nachwuchsspielerinnen besser gefördert und auch im Breitenschach soll nun mehr passieren. Passend zum „Jahr der Frau“ der FIDE hat das Präsidium des Deutschen Schachbunds nun eine Frauen-Botschafterin ernannt: Dr. Anita Stangl soll zukünftig für das Frauenschach in Deutschland werben und erhält dafür einen eigenen Etat, um Aktionen und Kampagnen umsetzen zu können.

  11. In der italienischen Kleinstadt Acqui Terme haben gestern die Mannschafts-Weltmeisterschaften der Senioren mit der ersten Runde begonnen. In der Kategorie der Über-50-Jährigen sind 23 Länder- und Vereinsmannschaften am Start, darunter eine deutsche Seniorenauswahl. In der Altersklasse 65+ haben 20 Länder- und Vereinsmannschaften gemeldet. Die Deutschen sind hier zahlreich vertreten durch drei Auswahlmannschaften und zwei Vereine. Bei den Senioren starten die Mannschaften der Frauen ebenfalls in der offenen Konkurrenz. Zum Auftakt gab es überwiegend Siege für unsere Teams.

    In den vier deutschen Auswahlmannschaften sind drei Großmeister dabei. Rainer Knaak besetzt das erste Brett in der 50+-Auswahl. Klaus Bischoff und Jakob Meister sind die Spitzenbretter bei Deutschland 1 und 2 in der 65+. Die Frauenauswahl in der 65+ wird angeführt von WIM Annett Wagner-Michel.

  12. Zum insgesamt 28. Mal seit 1991 fanden die Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände in Braunfels statt. Am Donnerstag, dem 16. Juni, wurde das Turnier vom ersten Stadtrat von Braunfels Christian Biniarz, dem Vorsitzenden der Schachfreunde Braunfels Sebastian Swoboda, DSB-Vizepräsident Ralph Alt, sowie Turnierleiter Roland Katz feierlich eröffnet. Der Referent für Frauenschach Dan-Peter Poetke leitete als zweiter Schiedsrichter die Meisterschaften.

  13. Insgesamt 410 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden den Weg zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft 2022 (DSAM) nach Darmstadt und ließen sich auch durch die hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius nicht vom Schach spielen abbringen. Im zweiten Qualifikationsturnier wurden in den sieben Wertungsgruppen 49 Qualifikanten für das DSAM-Finale in Magdeburg beim Deutschen Schachgipfel ausgespielt. Für die Meisteranalyse war der mehrfache Trainer des Jahres IM David Lobzhanidzevor Ort, der sonst unter anderem die Kaderspieler:innen Frederik Svane und Antonia Ziegenfuß betreut.

  14. Auf dem Hauptausschuss am 7. Mai in St. Ingbert wurde Gerhard Prill als Vizepräsident Verbandsentwicklung nachgewählt. Was motiviert ihn? Wie ist er eigentlich zum Schach gekommen? Was sind seine Ideen, mit denen er Schach in Deutschland voranbringen möchte? Im Gespräch hat er sich den Fragen von Paul Meyer-Dunker gestellt.

  15. Vincent Keymer hat das B-Turnier des Prager Schachfestivals im Tie-Break gegen Hans Niemann für sich entscheiden können. Nach der letzten Runde waren beide punktgleich und auch mit dem direkten Vergleich, der Sonneborn-Berger-Wertung und der Anzahl der Schwarzpartien konnte kein Gesamtsieger ermittelt werden. Im anschließenden Tie-Break mit zwei Blitzpartien ließ Keymer seinem amerikanischen Gegenüber keine Chance und holte sich mit 2:0 den Turniersieg. Vincent Keymer hat sich dadurch für das nächstjährige Masters-Turnier in Prag qualifiziert, bei welchem Pentala Harikrishna triumphieren konnte.

  16. Die Bundesvereinskonferenz ist zurück! Nachdem die Veranstaltung 2020 nicht und 2021 nur online stattfinden konnte, werden wir uns in diesem Jahr wieder in Präsenz treffen können. Die Bundesvereinskonferenz wird dabei zum ersten Mal Teil des Deutschen Schachgipfels im Maritim Hotel Magdeburg sein. Das bedeutet, dass es nicht nur spannende Workshops mit Anregungen für die Vereinsarbeit und den Austausch mit Gleichgesinnten geben wird. Daneben werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit haben, die besten Schachspieler Deutschlands bei den German Masters und bei der Deutschen Blitz-Einzelmeisterschaft hautnah zu erleben.