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  1. In Dortmund begann am Sonnabend das 47. Sparkassen-Chess-Meeting mit einer hochklassigen Besetzung. Neben den beiden Deutschen Liviu Dieter Nisipeanu und Daniel Fridman, nehmen der Aeroflot-Open-Sieger Kaido Külaots und fünf Großmeister mit einer Wertungszahl über 2700 teil. Diese fünf geben nach nur zwei Runden schon den Takt vor und schlugen das erstgenannte Trio in vier Duellen mit 4:0. Nach dem heutigen Ruhetag mit einer Autogrammstunde aufgelockert, zu der alle acht Großmeister kommen, geht es morgen in die dritte Runde, wo es schon zum innerdeutschen Duell kommt.

  2. In der Altersklasse U18 bescheren mir die Jungs ein Wechselbad der Gefühle. Gegen die topgesetzten Holländer geling ein Überraschungssieg. Dank an Luis und Ashot! Tags darauf wird gegen Österreich sang- und klanglos 3:1 verloren. Österreich wird vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Rainer Buhmann gecoacht.

  3. In Pardubice (Tschechien) findet seit dem 11. Juli für mehr als zwei Wochen das wohl größte Schach- und Spielefestival der Welt statt. Allein im Schach sind beim Czech-Open mehr als 1.200 Spieler gemeldet. Eingebettet in das Festival sind auch die Mannschafts-Europameisterschaften U12 und U18, wo insgesamt 182 Spieler am Start sind. Deutschland ist in beiden Altersklassen mit je einer Mannschaft in der offenen und in der Mädchengruppe vertreten. Die U18-Nationalmannschaft reiste nach dem Vorbereitungstrainingslager komplett weiter nach Pardubice. Die erste Runde wurde gegen Weißrussland 2½:1½ gewonnen. Den Matchpoint sicherte Ashot Parvanjan an Brett drei.

  4. In Vorbereitung der derzeit in Pardubice (Tschechien) laufenden Mannschafts-Europameisterschaften U12 und U18 fanden zwei Lehrgänge statt. Vom Elitecamp (U18-Teams Deutschland und Niederlande) war bereits zu lesen. In der Sportschule Bad Blankenburg wurde vom 7. bis 10. Juli 2019 der Vorbereitungslehrgang für U12m+w/U18w durchgeführt. Zusätzlich fanden noch einige EM- und WM-Teilnehmer den Weg ins Thüringische.

  5. Können Menschen mit Behinderungen Schach spielen? – Aber sicher! Schach ist integrativ. Selbst Menschen mit schwersten Körperbehinderungen sind beim Schach erfolgreich.

    Zum elften Mal hatte die Münchener Schachstiftung Anfang Juli in Kooperation mit der Stiftung Pfennigparade zum Turnier eingeladen. Gekommen waren mehr Schachspieler als je zuvor – erstmals waren knapp 60 Teilnehmer gemeldet! Ein Jahr lang hatten sich Menschen mit Behinderungen, die in der Stiftung Pfennigparade leben oder dort beschäftigt sind sowie SchülerInnen der Barlach-Schulen - auf das Turnier vorbereitet: Sie treffen sich jede Woche zum Schach, wobei sie von Schachtrainern der Münchener Schachakademie angeleitet und von Freiwilligen betreut werden.

  6. Alljährlich führt der Berliner Schachverband eine Schnellschach-Grand-Prix-Serie durch, bei dem die Teilnehmer von in dieser Saison sechs Wertungsturnieren Punkte für die Gesamtwertung sammeln können. Die besten zwölf Spieler in dieser Wertung qualifizieren sich für das Finale - ein Rundenturnier beim Schachklub König Tegel. Dies fand am vergangenen Sonntag, dem 7. Juli, statt. Mit dabei waren die beiden Großmeister Arik Braun und René Stern, die natürlich klar favorisiert waren. Auch Steve Berger und Martin Brüdigam waren von der Wertungszahl vorn zu erwarten. Doch keiner der vier gewann das Turnier! Vielmehr war ein erfahrener Spieler am Ende auf Platz eins, den man zwar im vorderen Teil der Tabelle erwartet hätte, aber nie ganz vorn. Dirk Paulsen (60) lieferte eine Glanzvorstellung ab und gewann mit einem halben Punkt Vorsprung vor Arik Braun.

  7. Es ist eine der traditionsreichsten Turnierserien die es In Deutschland gibt. Bereits seit 1973 wird das Sparkassen-Chess-Meeting ausgetragen, das bis Anfang der 2000er Jahre noch unter Dortmunder Schachtage bekannt war. Zahlreiche Weltklassespieler trugen sich bei den bisher 46 Austragungen in die Siegerliste ein, darunter mit Garri Kasparow (1992), Anatoli Karpow (1993), Wladimir Kramnik (10 mal von 1995 bis 2011!), Viswanathan Anand (2004) und Ruslan Ponomarjow (2010) gleich fünf ehemalige Weltmeister. Ein Weltmeister ist in diesem Jahr nicht dabei, aber dafür erlesene Weltelite mit einigen Spielern jenseits der 2700er Elo-Marke: Richard Rapport (Ungarn), Leinier Dominguez Perez (USA), Teimur Radschabow (Aserbaidschan), Radoslaw Wojtaszek (Polen) und Vorjahressieger Jan Nepomniachtchi (Russland).

  8. Normalerweise ist Schach ja ziemlich wetterunabhängig, die Anreise zu einem Wettkampf kann schon mal schwierig sein. Im rheinland-pfälzischen Annweiler aber wurde draußen gespielt, immerhin unter einem Dach, aber in tropischer Atmosphäre. Gemeint ist der Weltrekordversuch am 30. Juni 2019 beim Rheinland-Pfalz-Tag im Blindsimultanschnellschach. Die Veranstalter konnten einem leidtun, deutlich weniger Besucher kamen zu diesem Ereignis als erwartet. Ganz klar: Bei Temperaturen um die 40°C blieben viele daheim. Aber einen Weltrekord kann man sich nicht entgehen lassen, also machten sich 15 Pfälzer Schachfreunde auf den Weg.

  9. In Cherry Hill (USA), einem sogenannten Township östlich von Philadelphia, beginnt heute um 22 Uhr (16 Uhr Ortszeit) die 3. Junioren-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderungen. Aus Deutschland ist mit Jarno Scheffner ein aussichtsreicher Kandidat auf einen Medaillenplatz dabei. Der 19-Jährige vom SK Nordhorn-Blanke spielt seit 2013 aktiv Schach im Verein. In diesem Jahr gelang ihm zum ersten Mal der Sprung über 2000 DWZ. Vor vier Jahren erhielt er bei der Weltmeisterschaft der Behinderten in Dresden einen Ehrenpreis des Bundesinnenministers. Er war damals der erste Teilnehmer mit einer geistigen Behinderung an so einer Weltmeisterschaft.

  10. 2018 wurde die Kooperation mit unseren holländischen Nachbarn in Sachen Spitzentraining wieder aktiviert. Als Ausgangspunkt dienten dabei die Trainingscamps Anfang der 2000er in der legendären Pulvermühle.

  11. Auch in diesem Jahr wartet der Dresdner Schachsommer mit einem attraktiven Turnierangebot auf seine schachspielenden Gäste. Neben dem traditionellen FIDE-Open, das im letzten Jahr mehrere Großmeister und darunter auch den 2700er Chao Li anlockte, findet ein starkbesetztes Blitzturnier und als Neuheit innerhalb des Opens der Wyndham Garden Mixed Cup statt. Dabei können sich ein männlicher und ein weiblicher Spieler als Paar melden, wobei beide verheiratet sein oder in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zusammenleben müssen. Für die Pärchen geht es dabei auch um ein attraktives Preisgeld von insgesamt 3000 Euro, welches auf die ersten Drei der jeweils drei Gruppen des Opens aufgeteilt wird.

  12. Ende letzten Monats hat wieder das Presidential Board der Fide getagt und wie üblich konnten mehrere Schachfreunde neue Schiedsrichtertitel und Kategorien erreichen.

  13. Das Lasker-Jahr 2018 hat eine Vielzahl von Projekten mit positiven Effekten gebracht. Dazu gehört auch das Schnellschach-Turnier in Laskers Geburtsort Berlinchen (heute Barlinek/Polen). Mit 17 deutschen Teilnehmern (von 83) war der DSB für den Anfang bereits gut vertreten.

  14. Kolping und Schach, eine interessante und ergänzende Möglichkeit. So entstand die Idee eine bedeutende Lücke für das Schulschach im Schachverband Württemberg zu schließen.

  15. Pressemitteilung Toskana Therme Bad Sulza

    Tagsüber rauchten die Köpfe, am Abend gab es die wohlverdiente Entspannung: Am gestrigen Donnerstag, 4. Juli 2019 haben die deutschen und aserbaidschanischen Nationalspielerinnen im Schach die Toskana Therme Bad Sulza besucht. Anlass war ein Länderkampf zwischen beiden Nationen, der vom 29. Juni bis 4. Juli im Hotel am Schloss in Apolda stattfand.

  16. Tandemschach - das ist die schon bei Kindern beliebteste Randschachsportart neben Räuberschach. Und von ihren Übungsleitern und Trainern oft gar nicht gern gesehen. Man würde sich den Stil verderben, ist ein häufiger Vorwurf. Dabei schult gerade Tandemschach in der international üblichen Variante mit Schach- und Matteinsetzen die Sinne, weil höchste Aufmerksamkeit erforderlich ist, um nicht unterzugehen. Material zählt bei dieser Schachvariante fast gar nichts. Da werden Damen gegen Bauern geopfert, nur um dem Gegner keine freien Felder für den Überfall auf den eigenen König anzubieten. Weltklasseleute wie Lewon Aronjan und Nils Grandelius lieben Tandemschach oder Bughouse, wie es im Englischen genannt wird.

    Die beiden Großmeister waren diesmal nicht dabei, beim 18. Internationalen Tandemschach-Open am 22. Juni im Zeiss-Großplanetarium im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Hinter den beim Tandem üblichen Spitz- oder Decknamen verstecken sich oft starke Spieler des klassischen Schachs. So auch beim Sieger 2019. Das polnische Team zdybu/Rezacz gewann erst das Vorrundenturnier knapp und setzte sich dann in den K.o.-Duellen noch einmal durch. Hinter den Spitznamen verstecken sich die beiden Ersten der polnischen Bughouse-Rangliste von chess.com: Bartłomiej Zdybowicz und FM Wojciech Reza.

  17. Jana Schneider kam zu ihrem ersten Einsatz und zauberte eine hübsche Remis-Kombination am Ende einer schwierigen Partie aufs Brett. Eine weitere Niederlage gegen Aserbaidschan konnte sie jedoch auch nicht verhindern. Unsere Gäste agierten abgeklärter, selbstsicherer und waren einfach besser. Die Analyse des Wettkampfes ergibt wertvolle Hinweise für die Zukunft. Insgesamt begrüßte Teamkapitän Alexander Naumann diese Art der „Trainingsmaßnahme“ auch wenn ihm das reine Endergebnis ein paar zusätzliche graue Haare beschert hat. Bundestrainer Dorian Rogozenco lobte die Spielbedingungen und hofft auf weitere Veranstaltungen dieser Art.

  18. Am letzten Juniwochenende tagte die Kommission Leistungssport (KL) in Apolda. Am Freitagnachmittag und Samstagvormittag kam sie in ihrer satzungsgemäßen Besetzung zusammen, um das offizielle Programm „abzuarbeiten“. Bedeutsam für die Jugendspieler ist vor allem die Nominierung für die internationalen Jugendmeisterschaften.