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Stellungnahme des Deutschen Schachbundes zu Beschwerden von Timur Turlov
Zu den von Herrn Timur Turlov eingereichten Beschwerden und den gegen den Deutschen Schachbund erhobenen Vorwürfen
Angesichts der von Timur Turlov bei der FIDE-Wahlkommission eingereichten Beschwerde sowie weiterer gegen den Deutschen Schachbund und seine Organe gerichteter Vorwürfe sieht sich der Deutsche Schachbund e.V. (DSB) veranlasst, öffentlich Stellung zu nehmen.
Der DSB hat sich bislang bewusst zurückhaltend verhalten. Angesichts der Art, Häufigkeit und Tragweite der inzwischen erhobenen Vorwürfe halten wir es jedoch für erforderlich, den Sachverhalt klarzustellen und die institutionelle Unabhängigkeit und Integrität unseres Verbandes zu verteidigen.
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Starke erste Tour-Saison: Vincent Keymer beendet Grand-Chess-Tour-Finale auf Platz vier
Die Grand Chess Tour 2026 ist Geschichte und für Vincent Keymer war seine erste Saison als fester Tour-Teilnehmer ein bemerkenswerter Erfolg. Beim Finalturnier in Saint Louis musste sich der deutsche Großmeister im Spiel um Platz drei Wesley So mit 12:18 geschlagen geben und beendete das Finale damit auf Rang vier. Den Gesamtsieg holte sich Praggnanandhaa Rameshbabu, der im großen Finale gegen Titelverteidiger Fabiano Caruana einen sensationellen Sechs-Punkte-Rückstand aufholte und am Ende mit 15:13 die Nase vorn hatte.
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"Wir wollen ein Wissenspool in Sachen Inklusion sein."
Wenn es um Inklusion geht, um seine Sache, ist Gert Schulz ein Kämpfer. So freut sich der Inklusionsreferent des Deutschen Schachbundes zwar einerseits, dass vom 10. bis 17. September in Samarkand auch die dritte Olympiade für Schachspieler und -spielerinnen mit Behinderung stattfinden wird, zu der auch der DSB ein Team entsendet – aber andererseits ärgert ihn, dass sich die Para-Olympiade nur drei Tage mit der 46. Olympiade der internationalen Schachstars überschneidet: „Warum nur so kurz? Das hätte man besser machen können.“ Ebenso vermisst er, wie früher, internationale Teams mit Gehörlosen, Blinden und Körperbehinderten, die an der regulären Olympiade teilnehmen. „Ich hätte gerne beides gehabt, die eigene Olympiade für Behinderte – und diese Teilnahme der internationalen Auswahlteams im anderen Feld. Das wäre dann wirklich gelebte Inklusion.“ Was er nun im Zusammenhang mit der FIDE kritisiert, will er auf DSB-Ebene künftig vorantreiben. Der wichtige Schritt in diese Richtung war die Gründung des Vereins „Förderkreis Inklusion im DSB“. Der hielt am Mittwoch seine erste, konstituierende Präsidiumssitzung ab.
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† Anton Hilpoltsteiner
Am 16. August 2026 ist Anton Hilpoltsteiner nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren gestorben. Mit ihm verliert der deutsche Schachsport einen jener Funktionäre, deren Arbeit kaum jemand zu Gesicht bekommt – und von der doch über Jahre hinweg jede einzelne Wertungszahl in Deutschland abhing.
Geboren am 22. Juli 1938 in München, blieb er dem Schach in Oberbayern zeitlebens verbunden: als Spieler, als Turnierleiter, als Vereinsvorsitzender – und vor allem als "Rechner".
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Dieter Pirrot gewinnt das 23. Rheinland-Pfalz-Senioren-Open
Vom 18. bis 26. August 2026 richtete der Schachbund Rheinland-Pfalz e.V. (SBRP) zum 23. Mal das Rheinland-Pfalz-Senioren-Open aus. Austragungsort war wie gewohnt das Hotel Glockenspitze im Sportzentrum 2 in Altenkirchen im Westerwald. Das Turnier gilt als die offizielle rheinland-pfälzische Seniorenschachmeisterschaft und hat sich über die Jahre zu einem festen, international beachteten Termin im Seniorenschachkalender entwickelt.
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Problemschachaufgabe 1012 (Löse-WM in Magdeburg)
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Neil Albrecht holt sich IM-Norm und Turniersieg – aber nicht den Titel in Württemberg.
Nur eine Niederlage, 92 Elo-Punkte gewonnen: Die neue württembergische Titelträgerin ist erst 18 Jahre alt, aber längst sehr erfolgreich im Erwachsenenbereich angekommen. Das zeigte Ana-Maria Bursan jetzt bei der Internationalen Offenen Deutschen Frauen-Einzelmeisterschaft (IODFEM) in Ruit, wo sie Sechste wurde – und sich als beste Württembergerin den Landestitel holte. In der Meisterklasse der Württembergischen Einzelmeisterschaft brillierte ein weiteres DSB-Talent: Neil Albrecht, der erst 15 Jahre alt ist und den DSB regelmäßig auch international vertritt. Er gewann das Turnier, holte sich 49 Elo-Punkte und steuert damit auf die 2400 Elo zu. Aber Landesmeister wurde er trotzdem nicht, sondern der Drittplatzierte Georg Braun, der zuletzt beim Schachgipfel in der Meisterklasse für eine faustdicke Überraschung gesorgt hatte. Warum diese Platzierungs-Koruisität? Auflösung folgt.
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"Das Schachbrett kennt keine Grenzen."
Irgendwann sagt Ana-Maria Valean zwei bemerkenswerte Sätze. Zum Ersten: „Egal, aus welchem Land sie kommen – sie werden sich gut verstehen, weil sie alle die Sprache des Schachspiels sprechen.“ Zum Zweiten: „Das Schachbrett kenne keine Grenzen – egal, welche Behinderung sie haben.“ Ana-Maria Valean aus Schweinfurt wird die Delegation des Deutschen Schachbundes bei der Olympiade der Spieler mit Behinderung in Usbekistan anführen. Offizieller Turniertitel: „3rd FIDE Chess Olympiad für People with Disabilities“. Das Turnier findet auch in Samarkand statt, es gibt eine mehrtägige Überschneidung zur 46. Olympiade. Ana-Marias Sohn David-Andrei Valean ist mit seinen 17 Jahren der Jüngste im Team. „Ich freue mich jetzt schon riesig“, sagt er, „es wird mir eine große Ehre sein, mit meinen Teamkollegen Deutschland bei diesem Turnier zu vertreten.“ Gemeinsam mit dem Internationalen Meister Sergej Salov, Günter Michalke, Artur Kevorkov und Manuela Mekus, die das obligatorische Team-Frauenbrett bei dieser Para-Olympiade besetzen wird. „Wir werden atmosphärisch ein gutes Team haben“, sagt Gert Schulz, der Inklusionsreferent des DSB. Ana-Maria Valean pflichtet ihm bei. Der Kontakt zwischen den Spielern sei bereits sehr eng: „Man spürt jetzt schon den Teamgeist.“
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Problemschachaufgabe 1011 (Löse-WM in Magdeburg)
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Neue Jugend-Weltmeisterschaft U7–U17: DSB legt Teilnahmekriterien fest
Der Weltschachverband FIDE trägt vom 13. bis 21. Oktober 2026 gemeinsam mit dem spanischen Schachverband erstmals eine Jugend-Weltmeisterschaft für die Altersklassen U7, U9, U11, U13, U15 und U17 aus. Austragungsort ist Roquetas de Mar an der andalusischen Costa de Almeria. Gespielt werden elf Runden im Schweizer System mit einer für diese Altersklassen neuen, dynamischeren Bedenkzeit von 45 Minuten plus 30 Sekunden Aufschlag pro Zug.
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Vincent Keymer erreicht Finale der Grand Chess Tour
Vincent Keymer hat sich für das Finale der Grand Chess Tour 2026 qualifiziert. Beim Sinquefield Cup in Saint Louis, der letzten Etappe der diesjährigen Tour, sicherte sich der deutsche Großmeister mit einem Remis in der Schlussrunde den vierten und letzten Ticket-Platz für das Finalturnier, einen halben Punkt vor dem usbekischen WM-Herausforderer Javokhir Sindarov.
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Deutscher Schachbund gewinnt WR Events mit Wadim Rosenstein als neuen Sponsor
Der international erfahrene Schachförderer und -veranstalter Wadim Rosenstein unterstützt den Verband über seine Organisation WR Events in den kommenden zwei Jahren mit einem der größten Sponsoringverträge in der Geschichte des DSB. Ein wesentlicher Teil der Mittel ist zweckgebunden und kommt gezielt der Förderung von Frauen im Schach, inklusiven Angeboten sowie der Förderung junger Talente zugute.
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Von Tilburg 1985 nach Bukarest 2026:Metamorphose oder McDonaldisierung?Die Kolumne von Raj Tischbierek
Viele der Reaktionen auf Teil 1 meines Artikels "Von Tilburg 1985 nach Bukarest 2026: Metamorphose oder McDonaldisierung?" ähnelten sich: Dem bruchstückhaften Verständnis nach kurzem Anlesen folgte das von einem schmunzelnden »Ja, der Tischbierek...« begleitete Abhaken.
Normalerweise ist das nicht das, was sich ein Autor wünscht, aber im konkreten Fall glich es einer (Achtung! Ironie!) Offenbarung: Mein Bemühen um eine differenzierte Darstellung und Tiefe korrespondierte auf bemerkenswert stimmige Weise mit der verkürzten Aufmerksamkeitsspanne des digitalen Zeitalters. Mein Text wurde verstanden und dessen Aussage untermauert – ohne ihn wirklich zu lesen. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten: Hat man sich erstmal einen Ruf erarbeitet, reichen künftig eine knackige Überschrift, eine kurze Einleitung sowie die namentliche Zeichnung, den Rest »denkt« sich der Konsument.
Darf ich das Erfolg verbuchen? Oder muss ich ernüchtert registrieren, dass ich den Zeitgeist gänzlich unbewusst aufs Trefflichste verinnerlicht habe?
Je tiefer ich in die Materie eindrang, desto klarer wurde mir, dass das verbleibende Material nicht abschließend in einen zweiten Teil zu pressen ist, ohne wesentliche Aspekte zu opfern. Die Entwicklung des Schachs ist zu facettenreich, um sie solchen umfänglichen Restriktionen zu unterwerfen. Ich habe mich daher entschieden, aus diesem Text eine Trilogie zu machen.
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Deutschland ist Weltmeister im Problemlösen
Bei der 49. Schach-Löse-Weltmeisterschaft (WCSC) in Magdeburg gewinnt das deutsche Team die Goldmedaille – nach einem packenden Gleichstand mit Polen, entschieden durch die schnellere Lösungszeit. Arno Zude sichert zusätzlich Einzel-Bronze. -
„Wenn man so stark ist wie unsere Leute, sollte das Ziel immer sein, eine Medaille zu gewinnen."
Dortmund hat geliefert. Bei den 53. Internationalen Dortmunder Schachtagen gewannen alle drei deutschen Nationalspieler ihre Schlussrunde der Sparkassen Chess Trophy 2026.
Dinara Wagner beendet das Turnier auf dem 4. Platz. DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker reiste persönlich zur Siegerehrung, um Gespräche zu führen, Eindrücke zu sammeln und dabei zu sein, wenn Schach in Deutschland auf höchstem Niveau gespielt wird.
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Gestatten, Elisabeth Pähtz, Vereinsvorsitzende.
Die Wahl verlief etwas ungewöhnlich. Wobei das in der heutigen Zeit mancher auch anders sehen könnte. Die neue erste Vorsitzende wurde per WhatsApp gefragt, ob sie die Wahl annimmt. Sie musste, obwohl sie eigentlich vor Ort war, gerade ihrem Töchterchen Essen geben. Die neue zweite Vorsitzende hatte keinen Urlaub bekommen für die Gründungsveranstaltung in Dresden – auch sie war nicht dabei, und doch mittendrin. Auch sie wurde in Abwesenheit einstimmig gewählt. Gestatten, das neue Führungsduo des Fördervereins für Frauen und Mädchen im Schach: Elisabeth Pähtz, die beste Schachspielerin Deutschlands, ist die neue Vorsitzende. Tatjana Gallina, im Schachverband Württemberg Beauftragte für Frauenschach, ist die zweite Vorsitzende. „Elisabeth ist die Prominente, ich bin die Arbeiterin“, sagt Gallina und lacht. Die Kunsthistorikerin in der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Heilbronn hat übrigens ein sehr ansteckendes Lachen – wer mit ihr zum Thema Schach telefoniert, hat seinen Spaß. Ebenfalls im Vorstand: Linda Pygoch, die Referentin für Frauenschach im Landesschachbund Brandenburg, übernimmt die Kasse. Schriftführer wurde bei der Gründungsversammlung Carsten Karthaus, Präsident des Schachverbandes Württemberg. Er hat aber bereits angekündigt, seinen Posten zu räumen – sobald sich eine Frau für das Amt findet.
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Problemschachaufgabe 1010 (Löse-WM in Magdeburg)
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Sie kann so vieles - vor allem richtig gut Schach spielen
Diese junge Frau ist ein Multi-Talent. Fangen wir mit dem von ihr gespielten Instrument an, das eher ungewöhnlich ist: Fagott, ein Holzblasinstrument in der Tenor- und Basslage mit Doppelrohrblatt. Früher spielte sie sogar in einem Ensemble. Mittlerweile fehlt es dafür an Zeit. Wen wundert`s, bei alle den anderen Interessen. Denn auch Klavierspielen beherrscht sie, auch das muss geübt werden – zweimal pro Woche. Und sie klettert sehr gerne, mindestens einmal wöchentlich wird trainiert. Außerdem ist sie eine ausdauernde Läuferin, bekocht gerne mal ihre Familie – und ja: Paula Czäczine ist auch und vor allem eines der größten Schach-Talente Deutschlands. Das wiederum verwundert auch niemanden in der Schachszene so wirklich: Denn der Papa von Paula und Schwester Laura Czäczine, 18 Jahre alt, ist Norman Thielsch - ein 2300-Elo-Fidemeister und erfolgreicher Trainer. Und Mutter Anne Czäczine,Mannschaftsführerin beim CSC Aufbau 95 Chemnitz, hat 2133 Elo auf dem Konto. Aber: Die Mutter spürt mittlerweile den heißen Elo-Atem ihrer jüngsten Tochter im Nacken, denn sie hat gerade die 2100-Elo-Grenze überschritten – mit einem Zugewinn von satten 63 Elo beim Kandidatinnenturnier der Deutschen Einzelmeisterschaft in Dresden. Platz eins – und die Qualifikation für die Meisterklasse im kommenden Jahr. Willkommen in den Top Ten der deutschen Frauen-Rangliste, Paula Czäczine!
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Sparkassen Chess Trophy 2026: DSB-Kräfte mitten im Turniergeschehen in Dortmund
Bei den Internationalen Dortmunder Schachtagen läuft mit der Sparkassen Chess Trophy 2026 eines der größten Turniere im deutschen Schachkalender. Rund 400 Teilnehmende aus 43 Föderationen spielen in drei parallelen Wettbewerben, dem A-Open, dem B-Open und dem Internationalen Frauenturnier, um einen Preisfonds von 20.000 Euro. Mit dabei: ein starkes Aufgebot mit DSB-Bezug.
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Der DSB geht eine neue Partnerschaft ein: Chess Media Group übernimmt die Vermarktung
Deutschlands Schach bekommt einen starken Partner an der Seite. Der Deutsche Schachbund hat mit der Chess Media Group eine langfristige Vermarktungspartnerschaft geschlossen, die genau dort ansetzt, wo der Sport gerade wächst: bei Nachwuchs, Frauenschach und Sichtbarkeit.